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Ahnentafeln Paderborner Domherren von Paul Michels Dieses Buch enthält eine Aufstellung der Ahnentafeln Paderborner Domherren nach Aufschwörungstafeln, Epitaphien und anderen Denkmälern. Zu diesem Buch gehört auch ein Wappenheft mit 646 Wappen als Beilage. |
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Die Referenzen auf das Geschlecht der von der Lippe zieht sich durch das ganze Buch, da die Paderborner Domherren stark untereinander bekannt und auch verwandt waren. An verschiedenen Stellen wird wiederum auf die Familienchronik von Viktor von der Lippe für weitergehende Informationen verwiesen. Für ein besseres Verständnis dieses Buches folgen nun ein paar Auszüge: Seite 25f: Ahnentafel I 9 1. Anton Lothar von der Lippe ex. Vinsebeck, Cellerarius. Die Wappenschildchen tragen nur die Hausnamen und zeigen mindestens vier verschiedne Handschriften. Bei vier Wappen der 16er Reihe fehlt die Beschriftung überhaupt und
ist in Blei nachgetragen. Die Ergänzung der Vornamen und Lebensdaten ist unten in (Klammern) eingesetzt, meistens nach Viktor v. d. Lippe und Dr. Friedrich Philippi: Die Herren und Freiherren v. d. Lippe, Görlitz, 1921, sowie
nach FB und FW. Anton Lothar v. d. Lippe ist lt. Sterberegister der Gaukirche am 6.8.1699 im Alter von 55 Jahren gestorben, war 33 Jahre Kanoniker, 5 Jahre Priester und 19 Jahre Cellerarius. Seine gußeiserne Grabtafel im Westflügel des Dompürtings im Joch nördlich der Westphalenkapelle (Inscr. LI). Sie trägt in der oberen Hälfte die Wappen (2) v. d. Lippe (3) Donop Rechts neben der Grabtafel ist die gußeiserne Grabplatt für seinen Bruder Friedrich Raban von der Lippe eingelassen. Dabei sind die vorgenannten fünf Wappen über die ganze Fläche verteilt. Die den Rahmen bildende Umschrift sagt, dass er am 4.7.1686 im Alter von 38 Jahren als Domkapitular gestorben ist (INSCR. L). Seine
Aufschwörung ist in den Kapitelsprotokollen nicht vermerkt, wohl aber, daß am 18.10.1666 seine Wappen geprüft wurden, weil er als Nachfolger des am 17.9.1666 verstorbenen Domherrn Heinrich von Droste vorgeschlagen war, ferner,
daß er am 22.1.1670 zur Disziplin zugelassen und am 7.3. emanzipiert worden ist (Tack 46 . 56). Eine Ahnentafel für ihn ist nicht vorhanden, vielleicht auch gar nicht gefordert worden, weil die seines Bruders Simon Moritz v. d
Lippe schon vorlag ( s. u.). Das Protokollbuch des Domkapitels enthält auch einen Vermerk über den Tod des Friedrich Raban und daß für seine Stelle durch päpstliche Provisionsbulle vom 14.10.1686 vorgeschlagen wurde Wilhelm
Hermann Ignaz Ferdinand Wolff-Metternich (Tack 125) und aufgeschworen am 18.11.1686 (I 18 = II 8). Simon Moritz von der Lippe
ist ebenfalls keine Ahnentafel mehr vorhanden, aber seine Aufschwörung ist aktenkundig (7.4.1657) nach Tack 29, auch daß er am 16.4.1667 resignierte (Tack 46). Er heiratete dann Goda Agnes von Cappel, die + 19.1.1717, während er nur bis 21.11.1679 lebte.
Seite 70f : Ahnentafel II 18 1. Adolph Frantz Friederich von der Lippe, Scholasticus Der Proband wurde am 18.4.1672 geboren, war Herr zu Driburg und Menzenbrock, Domherr zu Lübeck, Domsenior zu Hildesheim. In Paderborn wurde er am 11.3.1700 emanz., 1716 Scholaster. Am 1.12.1732 resignierte er (Tack 271) auf seine Paderborner Präbende. Als seinen Nachfolger schlug der Pabst seinen Neffen Viktor Adolf Theodor Hilmar Adam Joseph v. d. L. vor (II 52). Er ist + am 27.6.1752, 80 Jahre alt. Sein ein Jahr nach ihm geborener Bruder Johann Franz Ignaz von der Lippe Erbherr zu Vinsebeck, Droste zu Beverungen und Herstelle, war ebenfalls Domherr zu Paderborn, aufgeschworen am 9.4.1696 (Tack 169), aber eine Ahnentafel ist nicht erhalten. Er erhielt die Präbende des am 15.12.1694 verstorbenen Kapitulars Johann Wilhelm von Wolff-Metternich, Dompropst zu Mainz (Tack 164). Seine Resignation ist nicht protokolliert, aber am 31.10.1702 hat er nach Tack 169 geheiratet und zwar Ottilie Ursula Adolphina von Schorlemer zu Hellinghausen, Menzel und Anröchte. Er war * 10.5.1673 und lt. Totenbuch der Gaukirche + Paderborn 28.12.1746 im 74. Lebensjahre und nach 40jähriger Ehe. Sein Leichnam wurde überführt nach Vinsebeck. Seine Präbende erhielt sein Bruder Moritz Lothar (II 20). Vgl. Michels, Inschriften S. 111/112. Seite 72: Ahnentafeln II 20 1. Mauritz Luthardt von der Lippe Camerarius (aufg. 2.1.1703)
Alles andere wie bei seinem Bruder Adolph Frantz Friderich II 18. Seine gußeiserne Grabplatte steht im Westflügel des Dompürtings, genau gegenüber der Westphalenkapelle (Lpl. 1, Nr. 36). Nach der Inschrift war er Kämmerer und Archidiakon und starb am 22.4.1729 (Inscr. LVIII). Er war am 24.10.1712 vom Bischof zum Domkämmerer ernannt worden als Nachfolger von Wilhelm Ferdinand von Wolff-Metternich, der sein Amt niedergelegt hatte (Tack 217).
Seite 101: Ahnentafel II 52 1. Viktor Adolph von der Lippe zu Vinsebeck Nach seiner gußeisernen Grabtafel in der Westwand des Dompürtings (Lpl. 1, Nr. 41) schräg gegenüber der Westphalenkapelle ist der Proband am 1.5.1747 gestorben (Inscr. LXII). Lt. Kirchenbuch der Gaukirche ist er 36 Jahre alt geworden. Bei seiner Aufschwörung am 24.2.1732 werden seine Vornamen genannt mit: Adolph Theodor Hilmar Viktor Adam Joseph (Tack 271). Seite 193f: N XIX. von der Lippe a) Friedrich Raban von der Lippe zu Vinsebeck hat außer seiner gußeisernen Grabplatt im Westflügel des Pürtings (Lpl. 1, Nr. 34) noch ein aufwendiges Epitaph im Südflügel (Lpl. 1, Nr. 9) erhalten, das ihm sein oben unter I 9 genannter Bruder Anton Lothar im Jahre 1690 durch den Paderborner Bildhauer Philipp Georg Brüll hat machen lassen. Ein oben mit 3/8-Schluß versehenes Marmorrelief stellt die Auferweckung des Lazarus dar. Auf dem breiten profilierten Rahmen sind die Wappen der Ahnen des Verstorbenen aufgehängt: Oben in der Mitte das Allianzwappen der Eltern (2) von der Lippe und (3) Donop, davon absteigend rechts die väterlichen und links die mütterlichen. Ihre Namen stehen auf den Sockeln des Rahmens: Paterna (2) von der Lippe Materna (3) Donop Die eingeklammerten Ziffer sind die Nummern in der Ahnentafel des Bruders I 9. Die Vorlage eine Ahnentafel hat das Kapitel wahrscheinlich nicht verlangt, weil die des Bruders schon vorlag. Friedrich Raban ist lt. Inschrift * 1649 und + 4.7.1686 (Inscr. L.) Er war disz. 22.1.1670 und emanz. 7.3.1670. In demselben Winkel des Pürtings, jedoch auf der Ostwand, hat Simon von der Lippe für seinen im Türkenkriege, seit der Schlacht bei Erlau in Ungarn (26.10.1596), vermißten Bruder b) Bernhard Theodor von der Lippe im Jahre 1613 durch den Bildhauer Heinrich Gröninger ein Epitaph anfertigen lassen. Über einer Tafel mit lateinischen Distichen (Inscr. XXXVI) ist der Domherr, dessen Tod am 15.1.1597 amtlich bekanntgegeben war (Obed.) in voller Domherrentracht schlafend dargestellt, mit dem rechten, auf einem Turnierhelm ruhenden Arm den Kopf stützend. Darüber vor einer Rundbogennische in Freiplastik der auferstandene Christus zwischen SS. Paulus und Petrus, dem er die Schlüssel des Himmelreiches überreicht. Den flachplastischen Hintergrund bildet eine Gruppe von Jüngern in einem dreischiffigen Saale. Von den Ahnenwappen, die auf dem breiten Rahmen angebracht waren, ist keins mehr vorhanden, von den zugehörigen Namen nur die Paterna: Lippe, Malsburg, Haxthausen, Exterde, Wintzingerode, Donop. Der achte Name ist unleserlich. Nachfolgend der Versuch einer Ahnentafel (Nach Viktor v. d. Lippe und Fr. Philippi: Die Herren und Freiheren v. d. Lippe. 3. Bd. Görlitz 1921): 1. Bernd Dietrich von der Lippe zu Vinsebeck, + 26.10.1596 Seite 270f: XVIII. von der Lippe Sch.: in W. zwei s. Turnierkragen, der obere mit fünf, der untere mit vier Lätzen. -- Hz.: über s. w. Wulst ein offener w. Flug, dazwischen die beiden Turnierkragen schwebend. -- D.: s. w. -- V.: I 8,24 -- I 9, 16 -- I 10, 27 -- I 14,26 -- I 32, 24 -- II 1, 24 (= I 17) - II 4, 24 -- II 7, 26 -- II 15,27 -- II 17, 24 -- II 18, 16 und 28 -- II 20, 16 und 28 -- II 27, 29 -- II 28, 28 -- II 44, 21 -- II 52, 16, 22 und 30 -- II 53, 22 -- II 55, 26 -- II 61, 26 -- II 63, 20 -- II 64, 20 sowie N XVI 16 -- XXVIII c, 28. Es kommen auch vor: der w. Flug ohne die Turnierkragen und ein Flügel w., der andere s (FW, S. 280 und Sp. 198).
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